Apotheke zum rothen Krebs   Das Geburtsjahr der Apotheke war 1548. Sie war bis zu den Zeiten Karl VI. die vornehmste Apotheke der Stadt, die auch Medikamente für den Hof lieferte.  
     
 

Die Apotheke hatte verschiedene Standorte. In geschichtlichen Aufzeichnungen wurde das benachbarte Haus Nr. 524 (neu 13) das Krebsenhaus genannt. Der Name entstand aus dem regen Krebshandel und wurde auf die Apotheke übertragen.

1796 war die Krebsapotheke sowie das Haus, in dem sie untergebracht war, im Besitz der Familie Pauli, 1887 wurde sie in das Palais Sina auf den
Hohen Markt 4-/Ecke Marc-Aurel-Straße verlegt.

Friedrich Reisinger, einer der Besitzer der Apotheke, war Mitte des 19. Jahrhunderts einer der ersten, der sich auf Homöopathie spezialisierte. Er hatte auch eine Dispensieranstalt (Bereitung und Abgabe von Arzneien) errichtet.

 
  Apotheke zum rothen Krebs  


Das Palais Sina wurde während des zweiten Weltkrieges zerbombt und danach wieder aufgebaut, die Apotheke übersiedelte jedoch auf die jetzige Adresse Lichtensteg 4/Ecke Hoher Markt 12 (bei der Ankeruhr).

Auch heute gehören homöopathische Medikamente zu den Arzneien, die sich in vielen Fällen als Ergänzung zu den Produkten der Pharmaindustrie bestens bewährt haben.

Die Krebsapotheke als Museum
Die Apotheke bewahrt einen Schatz von zahlreichen Geschäftsreliquien. Einer der Sammler dieser Gerätschaften war der Apothekenbesitzer Ferry Mittelbach.

Im Jahre 1892 wurde eine komplett ausgestattete Apotheke im Stil des
17. Jahrhunderts während der internationalen Musik- und Theater-Ausstellung am Hohen Markt präsentiert.